Musikausflug 2018

 

Der diesjährige Musikausflug wurde vom Eventteam organisiert und war bis zum Beginn des Ausflugs ein großes Geheimnis. Am 26.10.2018 wurde morgens um 7 Uhr in Hirschegg gestartet. Erst nachdem alle Instrumente verstaut waren und die Musiker an Bord, wurde Bayreuth als Ziel bekannt gegeben. Ausgesucht wurde Bayreuth nicht nur wegen der Verbindung der Stadt zur Musik, sondern auch, um unsere Musikfreundin Chun-Wen zu besuchen.

Nach einer gemütlichen Fahrt wurde zuerst das Musikhaus Thomann in Treppendorf angesteuert. Es ist das größte Musikhaus in Europa und beherbergt alles zum Thema Musikinstrument, Studio-, Licht und Beschallungstechnik. Gegründet wurde es 1954 von Hans Thomann Senior. Mit seinem Onlineshop Thomann Cyberstore ist das Unternehmen heute der umsatzstärkste Musikalienhändler weltweit.
Der ausführliche Rundgang durch alle Räume war sehr interessant und die Vielfalt an Musikinstrumenten war beeindruckend. 

Gegen 17 Uhr erreichten wir dann das Hotel in Bayreuth. Nach Bezug der Zimmer und einer kleinen Pause ging es zum Abendessen in das Restaurant Lamondi. Dort hatte uns Chun-Wen zusammen mit dem Koch ein abwechslungsreiches, geschmacklich hervorragendes Menü zusammengestellt. Der Abend verging wie im Flug und endete für den ein oder anderen Musikanten erst im Irish Pub und dann im Club.

 

 

 

Nach einer kurzen Nacht stand am Samstag die Besichtigung von Wagners Opernhaus auf dem grünen Hügel auf dem Programm. Dort hatten wir das Glück eine private Führung von Herrn Schippers, dessen Verwandter Thomas Schippers 1963 auch Dirigent der Bayreuther Festspiele war, zu bekommen. Auch er selber ist auf der Bühne als Statist aktiv und hat uns sehr interessante Details zum Festspielhaus erzählt. Dieser Zweckbau diente ausschließlich der Kunst von Richard Wagner. Besonders beeindruckend waren der Orchestergraben und die Akustik im Saal.

Nach einer Stärkung am „weltbesten Bratwurststand in Bayreuth“ ging es zu einer Brauereihausführung bei der Brauerei Gebr. Maisel KG. Die bereits 1887 von den Brüdern Maisel gegründete Brauerei ist heute immer noch in Familienbesitz. Unser Guide spickte seinen Vortrag mit viel Fachwissen und einer passenden Portion Humor. Nachdem wir über die Herstellung von Bier gelernt hatten, durfte eine Kostprobe natürlich nicht fehlen.

Anschließend warteten die Katakomben von Bayreuth auf uns. Diese faszinierende Welt der Felsenkeller wurde vermutlich zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert in den Sandstein getrieben. Zuerst dienten die Gänge dem Abbau von Erzen, später hauptsächlich zur Lagerung von Lebensmitteln, da die Temperaturen konstant kühl blieben. In Kriegszeiten dienten sie als Schutz- und Fluchtanlagen. Der Rundgang durch die legendäre Unterwelt gestaltete sich als unheimlich spannend.

 

 

Am Abend fand ein großes Fest von Chun-Wen statt. Die Fahrt ging nach Bindlach auf den Forkenhof. Dort wurden wir bereits erwartet. Nach zünftigem Einmarsch hatte Chun-Wen aufgetischt und alle durften sich am vielfältigen Buffet sattessen. Nach einer kurzen Zeit der Unterhaltung wurden die Instrumente noch einmal in die Hand genommen und der eine oder andere Musikant legte dieses bis in die frühen Morgenstunden nicht mehr aus der Hand.

 

Trotz kurzer Schlafphase trafen wir uns am Sonntag pünktlich zur Besichtigung der Markgräflichen Opernhauses in der Fußgängerzone von Bayreuth. Dieses eindrucksvolle Gebäude wurde 1744 bis 1750 im Auftrag der Markgräfin Wilhelmine für die Hochzeit ihrer Tochter erbaut. Der barocke Prachtbau ist von Gemälden und Verzierungen geschmückt und präsentierte sich damit als extremes Gegenstück zu Wagners schlichtem Festspielhaus.

 

Aufgrund der diversen Unterhaltung ist unsere Zeit in Bayreuth schnell verflogen. Nach einem herzlichen Abschied von Chun-Wen, wurden wir vom Busfahrer Schorsch mit ein paar kurzen Stopps wieder zurück ins Walsertal gebracht.

Ein Dankeschön an das Eventteam für die gelungene Organisation.

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